Volkswagen Elektroautos China

In unserem heutigen Artikel geht es um Volkswagen Elektroautos China und das damit einhergehende Debakel und die Schwierigkeiten, Elektroautos in diesem Markt zu etablieren. Volkswagen und andere ausländische Hersteller wie Mercedes, BMW und Hyundai haben in China mit politischen, wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen zu kämpfen und mit Ihrer eigenen Vergangenheit. Also im Gegensatz zu Tesla auch im Bereich Elektroautos in Joint Ventures fest zu sitzen. Volkswagen, eine Marke, die in China für Qualität und Zuverlässigkeit eigentlich bekannt ist, hat kürzlich ihre neueste Elektro-Limousine, den ID.7 Vizzion speziell für den chinesischen Markt eingeführt. Doch trotz großem Hype und hoher Erwartungen scheint der Start von Volkswagen Elektroautos in China nicht so reibungslos zu verlaufen wie erhofft.

Das Volkswagen Debakel in China

Volkswagen Elektroautos China, drei Worte ein Thema in der Automobilbranche. Insbesondere im Bereich der Elektroautos wird Volkswagen zukünftig stark auf den chinesischen Markt angewiesen sein. Doch trotz Investitionen und Bemühungen scheint es dem deutschen Hersteller schwerzufallen, sich gegenüber der aufkommenden Konkurrenz wie BYD, Tesla oder auch Geely durchzusetzen. Auch der Start des neuen ID.7 Vizzion konnte nicht den gewünschten Erfolg bringen und ist weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Es bleibt abzuwarten, welche Strategien und Lösungsansätze Volkswagen finden wird, um in Zukunft erfolgreicher am chinesischen Markt für Elektroautos teilnehmen zu können und die drei Worte Volkswagen Elektroautos China nicht weiter Branchenthema im negativen Sinne bleiben.

Ein schwieriger Start für den ID.7 Vizzion

Volkswagen ID.7 Vizzion China

Der ID.7 Vizzion ist ein Produkt des Joint Ventures zwischen Volkswagen und FAW. In Erinnerung gerufen, Volkswagen besitzt zwei Joint Ventures in China, die bisher auch in Konkurrenz am Markt auftreten. Beim ID.7 Vizzion handelt es sich um eine E-Limousine, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Mit einem Preis von rund 237.700 Yuan (etwa 30.600 Euro) ist er deutlich günstiger als sein europäischer Gegenpart, der in Deutschland für knapp 57.000 Euro erhältlich ist. Trotz des günstigeren Preises waren die ersten Verkaufszahlen ernüchternd. Innerhalb der ersten drei Tage nach Markteinführung wurden nur etwa 300 Bestellungen aufgegeben, eine Zahl, die für den chinesischen Markt mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern, der Marke Volkswagen und dem starken Interesse an Elektroautos ernüchternd ist. Laut einer Studie der chinesischen Verbraucherforschungsagentur 车fans, die sich auf 72-Stunden-Verkaufsberichte spezialisiert hat, entscheiden sich nur etwa 5% der potenziellen Kunden, den ID.7 zu kaufen. Die meisten von ihnen sind Männer im Durchschnittsalter von 40 Jahren, die den ID.7 als Zweitwagen für die Familie nutzen möchten. Ein weiterer möglicher Grund für die schwachen Verkaufszahlen könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis sein. Obwohl der ID.7 für deutsche Verhältnisse recht günstig ist, ist er immer noch recht teuer für ein Elektroauto auf dem chinesischen Markt bzw. hat in dieser Preisklasse ein sehr hohes Konkurrenzaufkommen. Hinzu kommt, dass viele chinesische Kunden es nicht gewohnt sind, für Extras wie Sitzheizung zusätzlich zu bezahlen, was bei dem ID.7 jedoch der Fall ist – es ist eben wohl das Missverständnis Volkswagen Elektroautos China.

Elektroautos für Volkswagen in China

Die Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil der Volkswagen-Strategie und spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft des Unternehmens. Insbesondere in China, dem weltweit größten Automobilmarkt, sind Elektroautos von großer Bedeutung. Der chinesische Markt bietet enorme Wachstumschancen für Volkswagen und andere westliche Hersteller wie Mercedes, BMW oder Stellantis. Der chinesische Automarkt ist hart umkämpft, und Volkswagen steht in direkter Konkurrenz zu Marken wie Tesla, BYD oder auch der neuen Geely Marke Zeekr. Diese Marken haben auf der Shanghai Auto Show, wo der ID.7 Vizzion erstmals vorgestellt wurde, deutlich mehr Interesse geweckt. Vor allem die chinesischen Marken bieten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, was sie für die Kundschaft attraktiver macht. Hinzu kommt, das Elektroautos in China Erlebnis sind und somit sehr stark auch von seinen Funktionen im Bereich Software und Entertainment getrieben werden. Es sind dann meist Kleinigkeiten wie zum Beispiel beim ID.7 das fehlende Entertainment Display, dass es noch nicht einmal gegen Aufpreis gibt – eben das Missverständnis Volkswagen Elektroautos China. Dafür bei der chinesischen Konkurrenz aber praktisch der Standard ist, soweit man von einem Familienauto spricht.

Der chinesische Markt für Elektroautos

Der chinesische Markt für Elektroautos ist anders und somit hat Volkswagen mit Elektroautos in China und seinem Konstrukt vor Ort mit zwei Joint Venture Partnern deutliche Herausforderungen zu bewältigen. Die Konkurrenz ist groß und die Politik setzt verstärkt auf den Ausbau der heimischen Wirtschaft. Hier muss Volkswagen umdenken und seine Strategien anpassen, um erfolgreich Fuß zu fassen. Auch andere Hersteller wie BMW oder Mercedes sind bereits auf dem Markt vertreten und haben ihre eigenen E-Autos im Angebot, die aber in China im Premium-Segment unterwegs sind und nicht als Massenhersteller. Besonders im Segment der kompakten E-Autos gibt es viel Konkurrenz und Volkswagen konnte bisher mit noch keinem Produkt im Bereich Elektroautos die eigen gesteckten Erwartungen in China erfüllen. Im Bereich der Verbrenner ist man ja weiterhin durchaus erfolgreich unterwegs. Der VW Lavida hat zwar stark Marktanteile verloren, gehört aber weiterhin zu den meistverkauften PKWs in China. Um in Zukunft besser abschneiden zu können, müssen Lösungsansätze gefunden werden und eine angepasste Marketingstrategie gewählt werden, die auf die Bedürfnisse des chinesischen Marktes zugeschnitten ist. Nur so können die drei Worte Volkswagen Elektroautos China und das wohl damit einhergehende Missverständnis zukünftig aufgelöst werden.

Elektroautos in China: Shanghai Auto Show 2023

Faktoren, die zum Scheitern beigetragen haben

Einige Faktoren haben zum Scheitern der Elektroautos von Volkswagen in China beigetragen. Einer dieser Faktoren ist die starke Konkurrenz auf dem chinesischen Markt, insbesondere durch einheimische Hersteller wie BYD oder aber auch dem Joint Venture Partner SAIC mit seinen Eigenmarken MG und Wuling. Ein weiterer Faktor ist die politische Situation in China, die ausländischen Herstellern den Zugang zum Markt erschwert und ihnen hohe Importzölle auferlegt. Darüber hinaus hat Volkswagen auch mit technischen Schwierigkeiten bei der Entwicklung seiner Elektroautos insbesondere im Softwarebereich zu kämpfen gehabt, was zu Verzögerungen bei der Markteinführung führte. Ein weiterer Grund ist, dass gewohnte und in westlichen Ländern funktionierende Strategien in China einfach nicht haltbar sind. Ein Beispiel dafür ist die berüchtigte Aufpreisliste. In Deutschland gewohnt aber in China ein No-Go – zumindestens im Budget Markt, also da wo die Stückzahlen abgesetzt werden. Hinzu kommt eine Situation, die bisher eigentlich Treiber von Wachstum in China war. Zwei Joint Venture Partner einer Marke die in Konkurrenz zueinander stehen. Im Bereich Elektroauto steht Software im Vordergrund und weder SAIC noch FAW werden in diesem Bereich VW ausreichend Ressourcen oder Know-How im jeweiligen Joint Venture zur Verfügung stellen. Da setzt der Chinese dann lieber die Ressourcen bei seinen eigenen Marken ein. Insofern tanzt Volkswagen hier auf zwei Hochzeiten und deswegen eindeutig hinterher was das Thema Software angeht und droht sich damit zu verzetteln. Stellantis hat dies ja kürzlich eingesehen und eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Startup Leapmotor geschlossen um das Gap Software einfach schneller schließen zu können.

Partnerschaft mit Xpeng

VW hat im Juli 2023 einen ähnlichen Schritt mit dem chinesischen Elektroauto Startup Xpeng Motors gemacht. Allerdings darf man bezweifeln ob bei einer Beteiligung von 5% von einer strategischen Partnerschaft gesprochen werden kann. Stellantis hat hingegen bei Leapmotor Nägel mit Köpfen gemacht und neben der 20% Beteiligung gleich noch ein Mehrheits-Joint-Venture für die Vermarktung der Leapmotor Elektroautos außerhalb von China gegründet. Darüber hätte man bei VW auch nachdenken können, den Xpeng stellt durchaus attraktive Elektroautos her und wird über kurz oder lang auch in Europa anlanden. Insofern war man bei Volkswagen hier wohl eher wieder halbherzig unterwegs und denkt über gemeinsame Fahrzeuge in China nach, was ja schon mit JAC und der gemeinsamen Marke SOL gründlich in die Hose gegangen ist.

Zukunftsaussichten für Volkswagen Elektroautos in China

Die schwachen Startzahlen des ID.7 könnten ein Anzeichen dafür sein, dass Volkswagen die Bedürfnisse und Wünsche der chinesischen Autokäufer falsch eingeschätzt hat. Aber es ist noch nicht alles verloren. Mit einer besseren Abstimmung auch der beiden Joint Ventures auf den chinesischen Markt und eventuell einer Anpassung des Preis-Leistungs-Verhältnisses könnte Volkswagen seine Position auf dem chinesischen Markt verbessern und aus dem ID.7 doch noch ein erfolgreiches Elektroauto Modell machen. Insgesamt zeigt die Situation von Volkswagen in China, dass der Übergang zur Elektromobilität deutliche Herausforderungen für einen etablierten Hersteller bringt. Aber mit dem richtigen Ansatz und einer klaren Strategie können diese Herausforderungen gemeistert werden. Denn eines ist sicher: Die Zukunft gehört den Elektroautos, und Hersteller wie Volkswagen haben das Potenzial, eine führende Rolle auch in dieser Zukunft spielen zu können.

Häufig gestellte Fragen zu Volkswagen Elektroautos China

Wo werden VW Elektroautos gebaut?

Volkswagen baut seine Elektroautos an verschiedenen Standorten in Deutschland und anderen Ländern. In Deutschland werden die Elektrofahrzeuge hauptsächlich im Werk Zwickau produziert, das als größtes europäisches Werk für Elektromobilität gilt. Hier werden Modelle wie der ID.3 und der ID.4 hergestellt. Darüber hinaus betreibt Volkswagen auch andere Werke in Deutschland, die sich auf die Produktion von Fahrzeugteilen und -komponenten für Elektroautos konzentrieren. Dazu gehören das Werk in Kassel, das Batteriesysteme produziert, sowie das Komponentenwerk Braunschweig, das elektrische Antriebskomponenten herstellt. Auch außerhalb Deutschlands gibt es Produktionsstandorte für VW Elektroautos. So wird beispielsweise der VW ID.4 im chinesischen Werk Anting gebaut und in den USA wird der ID.4 im Werk Chattanooga produziert. Insgesamt investiert Volkswagen stark in die Produktion von Elektrofahrzeugen und baut seine Kapazitäten kontinuierlich aus, um die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Fahrzeugen zu bedienen.

Welche Autos produziert VW in China?

Volkswagen produziert in China eine Vielzahl von Autos. Eines der bekanntesten Modelle ist der Volkswagen Tiguan, der in den Werken in Shanghai und Changsha hergestellt wird. Auch das Kompakt-SUV T-Roc wird in China produziert. Weitere Modelle, die in China von VW produziert werden, sind der Passat, Passat Variant und Phideon. Der Passat wird im Werk Anting hergestellt, während der Passat Variant im Werk Foshan gebaut wird. Der Phideon, ein Luxusfahrzeug von Volkswagen, wird im Werk FAW-Volkswagen in Chengdu produziert. Zudem stellt Volkswagen auch Elektroautos in China her: Das Modell ID.4 X ist ein elektrisches SUV, das von SAIC Volkswagen Joint Venture (SVW) im Werk Anting gebaut wird. Insgesamt ist Volkswagen einer der größten Automobilhersteller in China und hat eine starke Präsenz auf dem chinesischen Markt mit einer breiten Palette an Fahrzeugmodellen für verschiedene Zielgruppen.

Wer verkauft die meisten E-Autos in China?

In China werden die meisten E-Autos von dem Unternehmen BYD Auto verkauft. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Shenzhen und wurde im Jahr 2003 gegründet. Es ist ein führender Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge und produziert auch andere elektronische Produkte wie Solaranlagen und LED-Lampen. BYD ist seit vielen Jahren ein wichtiger Akteur auf dem chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge und hat eine breite Palette von Modellen im Angebot, darunter Limousinen, SUVs, Kleinwagen und Busse. Das Unternehmen hat seine Position als Marktführer in China durch eine Kombination aus technologischer Innovation, qualitativ hochwertigen Produkten und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit erreicht. Es arbeitet eng mit der Regierung zusammen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Neben BYD gibt es auch andere wichtige Hersteller von Elektrofahrzeugen in China wie Tesla, NIO und Xpeng. Diese Unternehmen haben jedoch einen kleineren Marktanteil als BYD und stehen vor Herausforderungen wie hohe Produktionskosten und begrenzte Ladeinfrastruktur.

Welche VW Modelle gibt es als Elektroauto?

Es gibt mehrere VW-Modelle, die als Elektroautos erhältlich sind. Eines davon ist der Volkswagen ID.3, der im Jahr 2020 auf den Markt kam und eine Reichweite von bis zu 550 Kilometern hat. Ein weiteres Modell ist der Volkswagen ID.4, ein SUV mit einer Reichweite von bis zu 520 Kilometern und einem geräumigen Innenraum. Darüber hinaus bietet VW auch den e-Golf an, der seit 2014 produziert wird und eine Reichweite von bis zu 231 Kilometern hat. Der e-up! ist ein kleineres Modell mit einer Reichweite von bis zu 260 Kilometern und eignet sich besonders für den Stadtverkehr. Zudem hat VW nun auch die Produktion des ID.Buzz gestartet, eines elektrischen Kleinbusses mit einem retro-inspirierten Design. Der ID.Space Vizzion soll ebenfalls als Elektroauto auf den Markt kommen und bietet eine Reichweite von bis zu 590 Kilometern.

You May Also Like

BYD Gewinn rückläufig

Der in Shenzhen im Süden Chinas ansässige chinesische Autohersteller BYD Auto musste…

Geely kündigt Geometry C an

Die neue Elektroauto Marke der Geely Group Geometry hat nun offiziell das…

Top 10 Modelle in China

Der chinesische Automobilverband hat die Verkaufszahlen der meistverkauften Modelle für die ersten…

Chinas Volkskongress öffnet Tür für Autoindustrie

Der Volkskongress Chinas hat heute das Gesetz über ausländische Investitionen final verabschiedet…